Die Anzahl an Personen, die an psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Burnout leidet, nimmt rapide zu. Meine Klient*innen berichten, dass sie entgegen aller guten Vorsätze wesentliche Aufgaben nicht erledigt bekommen, dass sie sich häufig unterverstanden, unter Druck und entsprechend reizbar fühlen und dass sie auch abends nur schwer abschalten bzw. immer häufiger schlecht schlafen. In schwereren Fällen sind vormals engagierte Personen auf dem Weg in die innerliche oder gar faktische Kündigung - oder aber sie schleppen sich von Krankschreibung zu Krankschreibung.

 

 

 

Dies ist unbefriedigend für alle Beteiligten: für die Person selbst, für die Kolleginnen und Kollegen, die die Mehrarbeit mittragen müssen, und nicht zuletzt für den Arbeitgeber. Von Angehörigen, Gesellschaft, Krankenkassen und weiteren privaten wie sozial- und gesundheitspolitischen Auswirkungen einmal ganz zu schweigen. Sicherlich gibt es viele Faktoren, die zu einer solchen Entwicklung beitragen. Auf manche haben wir kaum Einfluss. Doch ebenso sicher ist, dass es bewährte Möglichkeiten zur Prävention gibt. Diese betreffen zum einen das gesamte Spektrum systemischer Organisationsentwicklung, zum anderen spezifisch die Arbeit mit denjenigen Personen, die Anzeichen von Überlastung zeigen.

 

 

 

Im systemischen Coaching arbeite ich gezielt an Mustern der (Belastungs-)Wahrnehmung sowie am Umgang mit Motiven, Werten, Anforderungen und Prioritäten. So lassen sich neue Wege für produktive Sicht- und Verhaltensweisen bahnen.  Die Betroffenen üben sich in einer professionellen Haltung, die auf einem guten Maß an Nähe und Distanz aufbaut und es möglich macht, auch mit schwierigen Situationen gelassen, umsichtig und souverän umzugehen.

 

Auch für mich ist dies immer wieder ein ganz besonders kostbarer Moment: Jener Augenblick, wenn ein Problem, das den Betroffenen spürbar Motivation und Energie entzieht, plötzlich überschaubar - im besten Falle sogar leicht und mit einem Schmunzeln lösbar - wird.